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Eigenes Bestellsystem statt Lieferplattform: die Rechnung

Bei 28 Prozent Provision zahlt ein Betrieb mit CHF 12'000 Plattformumsatz CHF 40'000 im Jahr. Die vollständige Rechnung.

Webstra · 7 Min. Lesezeit · 05.05.2026
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themaBranchen
lesezeit7 Min.
stand05.05.2026
abschnitte6
faq3 Fragen
Restaurant mit eigenem Bestellsystem
inhalt
  1. Die Provisionsrechnung
  2. Was ein eigenes System kostet
  3. Der schwierige Teil: die Gäste umleiten
  4. Technischer Aufbau
  5. Was Plattformen besser können
  6. Realistisches Vorgehen

Lieferplattformen haben Bestellungen für viele Betriebe erst möglich gemacht. Sie kosten aber einen Anteil, der die Marge in der Gastronomie ernsthaft belastet. Hier ist die Rechnung, ohne Schönfärberei in die eine oder andere Richtung.

Die Provisionsrechnung

Ein Take-away mit CHF 12'000 monatlichem Plattformumsatz bei 28 Prozent Provision:

postenmonatjahr
PlattformumsatzCHF 12'000CHF 144'000
Provision 28 %CHF 3'360CHF 40'320
VerbleibtCHF 8'640CHF 103'680

Bei einer typischen Rohmarge in der Gastronomie geht ein erheblicher Teil des Deckungsbeitrags an die Plattform. Bei manchen Gerichten bleibt nach Wareneinsatz, Personal und Provision praktisch nichts.

Ein zweiter Punkt wiegt langfristig schwerer als die Provision: Die Kundendaten gehören der Plattform. Sie wissen nicht, wer bei Ihnen bestellt, können niemanden gezielt ansprechen und haben keinen Kanal zum Stammgast.

Was ein eigenes System kostet

postenaufwand einmaliglaufend
Bestellsystem mit Warenkorb und Abholzeit7–13 Personentage
Küchenanzeige2–5 Personentage
Zahlungsanbindung1–3 Personentageca. 1,5–2,9 % pro Transaktion
Hosting, Wartung, Supportmonatliches Abo
Lieferdienst (falls nötig)eigenes Personal oder Fahrdienst

Aufwand in Personentagen, nicht Preis: So können Sie mit dem Tagessatz Ihres Anbieters selbst rechnen. Was ein Vorhaben bei uns kostet, nennen wir im kostenlosen Erstgespräch.

Entscheidend ist der Vergleich: Statt 28 Prozent vom Umsatz zahlen Sie eine einmalige Entwicklung plus Transaktionsgebühren im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei einem Plattformumsatz von CHF 12'000 monatlich sind die eingesparten Provisionen der Massstab, an dem sich die Investition messen lassen muss.

Die Amortisation liegt in dieser Grössenordnung typischerweise im Bereich weniger Monate — wenn der Umsatz tatsächlich über den eigenen Kanal läuft. Und genau da liegt die Schwierigkeit.

Der schwierige Teil: die Gäste umleiten

Ein Bestellsystem zu bauen ist einfach. Gäste dazu zu bringen, es zu benutzen, ist die eigentliche Arbeit. Was in der Praxis funktioniert:

Realistisch ist, innerhalb von sechs bis zwölf Monaten einen substanziellen Teil der Stammkundschaft umzuleiten. Reine Laufkundschaft und Neukunden bleiben grösstenteils auf der Plattform — und das ist in Ordnung.

Technischer Aufbau

Was ein brauchbares System können muss:

Der Bestellstopp klingt nebensächlich und ist es nicht. Ein Freitagabend mit dreissig gleichzeitigen Bestellungen und einer Küche, die zwölf schafft, kostet Sie Stammkunden.

Was Plattformen besser können

Fairerweise:

Deshalb raten wir fast immer zur Kombination und nicht zum Ausstieg: Plattform für Neukunden, eigener Kanal für Stammkunden.

Realistisches Vorgehen

  1. Zahlen prüfen. Plattformumsatz mal Provision. Unter CHF 1'500 monatlicher Provision lohnt sich der Aufwand meist noch nicht.
  2. Abholung zuerst. Ohne Lieferung starten, das ist deutlich einfacher.
  3. Drei Monate Stammkunden umleiten. Beilagen, QR-Codes, Preisvorteil.
  4. Anteil messen. Welcher Umsatzanteil läuft direkt?
  5. Erst dann über Lieferung entscheiden. Mit echten Zahlen statt mit Annahmen.

Wir haben Bestell- und Shopsysteme für Betriebe im Raum Zürich und Zug gebaut. Für ein Erstgespräch schauen wir uns Ihre Plattformabrechnung an und rechnen durch, ob es sich lohnt.

Gastronomiebetrieb im Betrieb

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich ein eigenes Bestellsystem?

Ab etwa CHF 1'500 monatlicher Plattformprovision. Bei CHF 12'000 Plattformumsatz und 28 Prozent Provision sind das CHF 3'360 im Monat — gegen diese Zahl lässt sich der einmalige Entwicklungsaufwand beurteilen. Die Amortisation liegt dann meist im Bereich weniger Monate, sofern der Umsatz tatsächlich auf den eigenen Kanal wandert.

Was kostet ein eigenes Bestellsystem?

Für Bestellsystem, Küchenanzeige und Zahlungsanbindung rechnen Sie mit rund zehn bis zwanzig Personentagen einmalig, dazu ein monatliches Abo für Betrieb und Wartung sowie Transaktionsgebühren im niedrigen einstelligen Prozentbereich — statt 28 Prozent Provision.

Kann man ganz auf Lieferplattformen verzichten?

Selten sofort. Realistisch ist, Stammkunden auf den eigenen Kanal zu holen und die Plattform für Neukunden zu behalten. Schon eine Verschiebung von einem Drittel verändert die Marge deutlich.

Ihr Projekt besprechen?

Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Wir nennen eine Bandbreite für Aufwand und Kosten — und sagen ab, wenn es sich nicht lohnt.

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